Grit: Was wir wirklich brauchen, um dranzubleiben – eine Perspektive für angehende Führungskräfte
- Frida Viva

- 24. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Mai
Es gibt Momente im Arbeitsleben, in denen wir uns fragen:
Reicht mein Talent? Oder fehlt mir etwas Grundsätzlicheres?
Angela Duckworth lädt uns in Grit dazu ein, diese Frage neu zu stellen. Nicht laut, nicht dramatisch, sondern mit einer wohltuenden Ruhe. Sie öffnet den Blick für etwas, das im hektischen Berufsalltag oft übersehen wird: die leise Kraft des Dranbleibens.
Dieser Blogbeitrag ist keine Zusammenfassung – er ist eine neue Linse, durch die du das Buch betrachten kannst.
Warum „Grit“ gerade für angehende Führungskräfte wichtig ist
In den ersten Jahren einer Führungsrolle erleben viele Menschen dasselbe:
hohe Erwartungen, wenig Orientierung, viel Unsicherheit.
Duckworth liefert uns kein Patentrezept, aber sie bietet ein Prinzip, das Führung erleichtert:
Vertrauensvolles Arbeiten über längere Strecken statt ständige Spitzenleistung.
Führung ist keine Abfolge brillanter Momente.
Sie ist eine Serie kleiner, konsistenter Entscheidungen.
Und genau hier setzt Grit an.

Was Grit im Alltag wirklich bedeutet
Wenn wir den Begriff beiseite legen und auf das Wesentliche schauen, bleiben drei Fragen stehen:
1. Wofür brennt mein inneres Interesse?
Es reicht nicht, etwas „ganz okay“ zu finden. Leidenschaft – im Sinne von tiefer Neugier – gibt uns Richtung.
2. Was tue ich, wenn der erste Schwung vorbei ist?
Der Übergang von Motivation zu Routine entscheidet, wie weit wir kommen.
3. Wie gehe ich mit Zweifeln um – meinen eigenen und denen anderer?
Grit heißt nicht, unverwundbar zu sein. Es heißt, Rückmeldungen aufzunehmen, ohne sich von ihnen lähmen zu lassen.
Die Stärke entsteht in der Wiederholung.
Die Rolle von Rückschlägen: nicht Bremsklotz, sondern Brennstoff
Viele Menschen unterschätzen Rückschläge.
Wir erleben sie als peinlich, hinderlich oder „Beweis“, dass wir nicht geeignet sind.
Duckworth zeigt eine andere Perspektive:
Rückschläge gehören nicht zum Ausnahmefall, sondern zum Prozess.
Sie:
schärfen unser Verständnis,
stabilisieren unsere Haltung,
machen uns mutiger für den nächsten Schritt.
Für Führungskräfte bedeutet das: Wer lernt, Rückschläge nicht zu vermeiden, sondern einzuordnen, gewinnt Gelassenheit. Und Gelassenheit ist oft die unsichtbare Währung guter Führung.
Grit als Haltung – und warum es niemand allein schafft
Eines der wichtigsten, oft überlesenen Elemente des Buches:
Menschen entwickeln Grit nicht in Isolation.
Ein unterstützendes Umfeld – Kolleginnen, Mentoren, Führungskräfte – verstärkt Beharrlichkeit.
Ein überforderndes Umfeld schwächt sie.
Für neue Führungskräfte ergibt sich daraus eine zentrale Aufgabe:
eine Kultur zu schaffen, in der kontinuierliches Lernen sichtbarer wird als makellose Performance.
Was du heute schon aus „Grit“ mitnehmen kannst
Nicht als Regel, sondern als Einladung:
Beginne mit einem einzigen Ziel, das dich wirklich interessiert.
Reduziere die Frage „Bin ich gut genug?“ durch „Bin ich bereit, weiter zu üben?“
Schreibe Rückschläge nicht dir zu, sondern dem Entwicklungsprozess.
Umarme kleine Schritte – die unterschätzte Währung des Fortschritts.
Warum dieses Buch dich inspirieren könnte
Weil es dich daran erinnert, dass Erfolg kein Ereignis ist, sondern ein Rhythmus.
Und dass du diesen Rhythmus gestalten kannst – unabhängig vom Ausgangspunkt.
Grit ist kein Heldentum.
Es ist eine ruhige, wiederkehrende Entscheidung:
Ich mache weiter. Weil mir etwas wirklich wichtig ist.

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